Projekt

Erratic

2026

Audiovisuelle Animation

Künstler*in

Lukas Janzig

„Erratic“ ist eine audiovisuelle Animation, die geomagnetische Kräfte als unsichtbare Umweltbedingung technologischer Systeme untersucht. Sie greift auf Sonneneruptionen, geomagnetische Stürme und den KP-Index zurück – Phänomene, die keine Ausnahmeereignisse, sondern grundlegende Voraussetzungen moderner Infrastruktur sind.

Navigation, Satelliten, Stromnetze und Zeitreferenzsysteme basieren auf der impliziten Annahme eines stabilen Erdmagnetfelds. Erst wenn diese Stabilität ins Wanken gerät, werden ihre Abhängigkeiten sichtbar.

Die Skulptur stellt die Erde dar: einen scheinbar geschlossenen, massiven Körper, dessen Geometrie durch reale geomagnetische Daten verzerrt wird. Technologie erscheint nicht als schützende Struktur, sondern manifestiert sich durch Fehler, Brüche und Unstimmigkeiten im Inneren des Objekts. Die Sonne selbst bleibt unsichtbar; nur ihre Auswirkungen sind wahrnehmbar. Menschen sind ausschließlich als Beobachter präsent.

„Erratic“ stellt geomagnetische Systeme als Black Box dar: grundlegend, wirksam, unkontrollierbar – und nur durch Ausfälle wahrnehmbar.